Philosophie

Zuletzt aktualisiert am: 12. Juni 2020

Brihadaranyaka-Upanischad IV.5:

Du bist, was dein tiefes, treibendes Begehren ist.
Wie dein Begehren ist, so ist dein Wille.
Wie dein Wille ist, so ist dein Tun.
Wie dein Tun ist, so ist dein Schicksal.

Was ist die Philosophie?

Die Philosophie war eines der ersten Wissenschaften neben Physik, Astrophysik, Technik und der Informatik mit der ich mich auseinandergesetzt habe. Wobei ich mit den letzteren vier Wissenschaften erst Anfang der 90er angefangen habe zu beschäftigen.

Apropos, die Physik sowie die Philosophie sind eine andere Abstraktionsform von Prakriti und Purusha. Nur durch diese beiden Wissensdomänen, kann jede andere Disziplin die Vollständigkeit erreichen. Sie sind die Eltern aller anderen Disziplinen, auch von denen Disziplinen, die der Meinung sind, dass sie parallel entstanden sind 😉. Tatsächlich ist aus der Philosophie und deren Wechselspiel alle anderen Disziplinen entstanden.

Wenn man die Physik und die Philosophie als die Ehepartner einer Ehe betrachtet, also die Mutter und der Vater aller anderen Disziplinen, dann ist die Mathematik das Ehebündnis, die sie miteinander verbindet. Dies ist auch eine Abstraktionsform.

Abbildung 1: Bewerbung bei DLR & Lufthansa

Abbildung 1: Bewerbung bei DLR & Lufthansa

Ich habe mich vor allem nur auf die indische Philosophie konzentriert - da dies meine wahre Wurzel ist. Ich hatte einen guten tamilischen Lehrer, der mich mit der tamilischen Kultur, Schrift, Literatur und dem Hinduismus vertraut gemacht bzw. gelehrt hat. Dies war Mitte der 80ern als wir noch in Ladenburg bei Heidelberg gewohnt und ich noch die erste Klasse der Grundschule Ladenburg besucht habe.

Zu diesem Zeitpunkt bis ca. Anfang der 90ern war es schwer möglich an tamilische Bücher etc. heranzukommen.

Ich kann mich noch erinnern, als ich zum ersten Male nach einer langen Zeit, genauer gesagt 14 Jahre1, im Jahr 1999 wieder in Sri Lanka (frühere Ceylon) war und dort in verschiedenen Bücherladen in Colombo und Negombo nach diversen philosophischen Werke in der tamilischen Sprache erkundigte. Die Beschäftigten waren etwas irritiert. Vielleicht lag es daran, dass die östliche Hemisphäre anfing mehr nach Westen zu blicken2 und die wahren Kulturellen und intellektuellen Schätze, das so alt ist wie die Menschheit, für primitiv3 oder für veraltet hielten oder auch an meinem Auftreten. Ein junger Mann Anfang zwanzig, modern gekleidet und dazu noch ein Ohrstecker im linken Ohr, der nach altindische philosophische Werke sucht, das passte bestimmt nicht zu diesem Zeitpunkt in deren Weltbild.

Mein Auftreten war und ist immer noch teilweise provokativ, da ich bewusst nicht in gewisse Normen und Gebräuche hineinpressen4 lasse. Dieses Verhalten ist aber nicht das Resultat oder ein Überbleibsel der pubertierenden Phase, sondern war schon immer bei mir mehr mit philosophischer tiefe verankert.

Um nicht vom Thema abzukommen - es ist nicht vergleichbar mit der heutigen Internetzeitalter und der globalisierten Welt, wo man schnell an notwendige Schriften und Informationen herankommt. Die Gründung der tamilischen Schule in Deutschland war z.B. erst Mitte 90ern, so dass ich nicht die Chance einer führenden Hand hatte. Die einzige führende Hand zu meiner Zeit war meine Mutter, die auch sehr intensiv mit dem Studium der tamilischen Schriften beschäftigte und momentan an der tamilischen Schule in Bad Friedrichshall für die Sekundarstufe unterrichtet.

Fußnote

1 Ich lebe bereits seit 1981 in Deutschland – mein Vater sogar seit 1979, wurde aber in der Zeit zwischen 1983 bis Januar 1984 nach Sri Lanka geschickt, um dort in einer katholischen Privatschule in Jaffna (St. John Bosco) unterrichtet zu werden. Meine Eltern sowie die anderen Tamilen hier legen einen großen Wert auf Bildung.

2 paar Jahre später fing die westliche Welt wieder in die östliche Hemisphäre zu blicken, z. B. Ayurveda. Natürlich gab es früher schon Menschen, die von der fernöstlichen Medizin, Kampfkunst etc. angezogen fühlten, aber erst im 21. Jahrhundert kam es durch die Kraft der Medien etc. richtig ins rollen

3 hier von mir nicht abwertend gemeint

4 steht nicht im Widerspruch zu meiner Suche nach der Tiefe in der indischen Philosophie, ist sogar im Einklang damit

Hier ein paar wichtige Themen aus der indischen Philosophie

Eine einführende Erklärung der drei Gunas

Die Eigenschaften der drei Gunas beziehen sich nicht nur auf den Menschen, sondern auf alles im Universum, jede Materie, jedes Leben ist durchdrungen von den drei Gunas. Wenn einer sich fragt, wie die drei Eigenschaften jedes einzelne Individuum individuell durchdringen kann, dem rate ich RGB Farbspektrum aus der Computergrafik zu verstehen, das in der Lage ist aus (28)3 = ca. 16,8 Millionen Farben darzustellen, pro Farbe 8-Bit und dies drei Mal für die Farben Rot, Grün und Blau (RGB).